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Macht Und Machtanalyse Im Werk Von Michel Foucault - Die Genese Einer Zentralen Kategorie: Die Genese Einer Zentralen Kategorie Jens Klinkicht

Macht Und Machtanalyse Im Werk Von Michel Foucault - Die Genese Einer Zentralen Kategorie: Die Genese Einer Zentralen Kategorie

Jens Klinkicht

Published January 1st 2004
ISBN : 9783638291309
ebook
25 pages
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 About the Book 

...Mir ist durchaus bewusst, dass ich sowohl im Verhaltnis zu den Dingen, fur die ich mich interessiere, als auch zu dem, was ich bisher gedacht habe, meine Position verschiebe. Ich denke niemals vollig das gleiche, weil meine Bucher fur michMore...Mir ist durchaus bewusst, dass ich sowohl im Verhaltnis zu den Dingen, fur die ich mich interessiere, als auch zu dem, was ich bisher gedacht habe, meine Position verschiebe. Ich denke niemals vollig das gleiche, weil meine Bucher fur mich Erfahrungen sind, Erfahrungen im vollsten Sinne, den man diesem Ausdruck beilegen kann. Eine Erfahrung ist etwas, aus dem man verandert hervorgeht. [...] Ich schreibe nur, weil ich noch nicht genau weiss, was ich von dem halten soll, was mich so sehr beschaftigt. [...] Jedes Buch verandert das, was ich gedacht habe, als ich das vorhergehende Buch abschloss. Ich bin ein Experimentator und kein Theoretiker. ... (FOUCAULT 1997, S.24)Diese Aussage ist ein Ausschnitt, stammend aus einem Gesprach/Interview - neben vielen anderen ahnlichen Statements zur personlichen Haltung von MICHEL FOUCAULT in Bezug auf Kritik, gesellschaftliche Rolle und Wissenschaftsverstandnis - der sehr treffend formuliert, welche Denkposition einer der grossen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts vertritt. Die zitierten Satze kennzeichnen, bei genauer Lekture, ein Denken, welches vorwiegend mit Prozessen und Entwicklungen operiert. Keine Losung eines Problems stellt das endgultige oder einzige Ergebnis dar. Es ist lediglich der Anstoss fur die Formulierung und/oder Losung neuer Probleme - den dazugehorigen Anglizismus kann mit gutem Gewissen als work in process bezeichnet werden.FOUCAULT spricht in diesem Zusammenhang selbst davon, das er mit Werkzeugen arbeitet, Rezepte ausprobiert, Geruste erstellt, um von einer Arbeit zur nachsten gelangen zu konnen (vgl. ebd., S.25). Nach diesen neuen Problemen und deren moglichen Losungen zu fragen, darin sieht FOUCAULT seine Aufgabe bei der Analyse der modernen Gesellschaft (wenn auch mit dem historischem Blick als Methode) 1 .Er sagt selbst von sich, er schreibe seine Bucher als eine Art Serie, in dem z.B. ein Problem unbehandelt bleibt, welches das nachste aufnimmt und schliesslich im ubernachsten weiter verfolgt wird. Es gibt keine direkte Verbindung zwischen allen, allerdings schneiden sie sich an manchen Stellen - es entsteht das Bild von einem Netzwer